LEO wurde mit dem Slip-Wagen an Land gezogen. Trotz der 35 Tonnen Gewicht verlief das Manöver problemlos, da der Wasserstand im Hafen von Corre ausreichend hoch war.

Die ursprüngliche Idee der Werft in Corre war, das Dock bei der alten Écluse n°8 de Rupt-sur-Saône zu nutzen, der Vorschlag wurde verworfen, da die Infrastruktur vor Ort praktisch nicht vorhanden ist.
Im März 2026 verbrachten Heinz und Martin mehrere Tage auf dem LEO in Corre, um verschiedene Arbeiten durchzuführen. Wie so oft bei solchen Einsätzen gab es neben den geplanten Arbeiten auch einige Überraschungen – und manches dauerte länger als erwartet.

Impressionen vom LEO – es hatte offenbar einige happige «Rumpler» gegeben.
Propeller
Der Propeller stand ganz oben auf der Arbeitsliste, er hatte einige “Hicks”. Nach den Arbeiten konnte er wieder so eingestellt werden, dass das Aufstoppen einfacher geht.

Der Propeller ist wieder so, dass man «ufstoppä» kann.
Bullaugen
Bei einige Bullaugen hatten Rost gebildet - sie werden komplett demontiert und neu eingesetzt.

Wer wunderts, dass Bullaugen undicht sind?

Leitungen
Auch bei den Leitungen gab es Handlungsbedarf – nach so vielen Jahren war nicht mehr viel verbliebener Durchfluss.

Wer wunderts, dass Leitungen nicht ablaufen?
Dusche
Jahrelang hatten wir uns damit abgefunden, dass der Ablauf der Dusche nicht am tiefsten Punkt war. Aber da die Leitungen ersetzt werden mussten, wurde auch der Boden von der Dusche komplett erneuert.

Schubladen
LEO wird “schubladisiert” - die Schränke nach hinten aufgemacht und die ganze Tiefe kann jetzt genutzt werden.

Auch unter den Tisch kommen neu Schubladen.

Innenausbau: Boden und Salon
Gegen Ende April war der neue Boden im Salon fertig. Auch die Toilette und die Bugkabinen konnten abgeschlossen werden. Im Salon waren noch zwei oder drei Sachen zu erledigen, dann ging es an den hinteren Teil. Die Aussenhülle hatte die Crew zu diesem Zeitpunkt noch vor sich.

Neuer Boden im Salon – «S’goht wiitär. Bodä Salon färtig, WC färtig.»
Haupteingang und Heckluke
Der Haupteingang und die Heckluke wurden neu hergerichtet und präsentieren sich jetzt im neuen Glanz.

Der neue Haupteingang.

Die Heckluke im neuen Glanz.
Aussenarbeiten: Alte Farbe runter
Ab Mitte Mai begannen die Aussenarbeiten. Zuerst musste die alte Farbe vom Rumpf runter – eine «riisä Morcheii» wie Heinz schrieb. Zu verkaufen: «2 to Schleifschtaub – inkl. Stahlumrandung vom Schiff!»

Die alte Farbe ist runter.
Grundierung Rumpf und Deck
Jetzt gings an die Grundierung. Erst des Deck, dann der Rumpf. «Äs git Liächt am Horizont. Morn gäg dä Mittag sind mer fertig mit stahlä. Dänn heisst’s Übergäng schliifä das mer chan grundierä.»

Grundierung des Rumpfes.

Grundierung des Decks.
Farbe auf den Rumpf
Nach der Grundierung folgte der Farbanstrich. Bei über 40 Grad auf dem Schiff war das Arbeiten am Nachmittag kaum möglich. «Am Nomittag häts wiit über 40 Grad uf än Schiff – dän cha mer definitiv nid schaffä!»

Der Rumpf erhält seinen neuen Farbanstrich.
Neue Funklizenz
Leif als Schreibtisch-Täter und “Elektriker” kümmert sich vom Homeoffice-Schreibtisch um den Papier-Krieg für die erneuerte Funk-Lizenz.

Neue Funklizenz für den LEO.
Endspurt

Endspurt – die letzten Arbeiten vor dem Einwassern.
Einwassern
Am 2. Juli 2026 war es soweit: LEO wurde wieder eingewassert.

LEO wird eingewassert.
Abfahrtbereit

LEO ist abfahrtbereit – alles frisch gestrichen wieder im neuen Glanz.
Neues Feature

Das neue Expansionsgefäss für das hydraulisch angetriebene Ruder hat sich schon bewährt
Ein grosses Dankeschön
Ein solcher Werftaufenthalt ist alles andere als eine Ein-Mann-Show. Was in diesen Monaten geleistet wurde – von den frühen Morgenstunden bis in den Abend, bei Hitze, Staub und dem unvermeidlichen «das dauert doch länger als gedacht» – wäre ohne tatkräftige Unterstützung schlicht nicht möglich gewesen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben: die, die geschliffen, gestrichen, montiert und improvisiert haben; die, die Material besorgt, den Grill befeuert oder einfach mit angepackt haben, wenn es darauf ankam. Ihr habt dafür gesorgt, dass LEO nicht nur rechtzeitig wieder im Wasser liegt, sondern sich auch noch besser präsentiert als zuvor.
Danke – es wäre ohne euch nicht gegangen!
Erste Impressionen aus Port-sur-Saône
Am 9. Juli legte LEO in Port-sur-Saône an – die zweite Station nach der Werft. Zeit, den frischen Anstrich in freier Wildbahn zu geniessen.

Impressionen aus Port-sur-Saône.